Der allererste Achat wurde angeblich im Fluss Achates (heute: Drillo) in der Nähe
des Ortes Acate, im heutigen Sizilien gefunden. Die endgültige Festlegung
des Namens geht aber wohl auf den Schüler des Aristoteles, Theophrastos von
Eresos zurück. Der Achat gehört zu den ältesten bekannten Edelsteinen
der Welt. Vor allem ihre Farbvielfalt hat diese Edelsteine schon in der Antike
sehr beliebt gemacht. Schmuck wie Gemmen, Ringe und Gefäße wurden aus
ihm gefertigt. Amulette aus Achat sollten von Blitz- und Sturmschäden bewahren
und gegen Durst hilfreich sein. Fast alle Kulturen wurden in den Bann des Achates
gezogen. Im Laufe der Zeit wurde die Verarbeitung so verbessert, dass wunderschöne
Stücke entstanden. Heute kann man einige Exemplare in den Museen von Paris
und Athen bewundern.
Achate entstehen in vulkanischen Gebieten. Die beim Abkühlen von Lava enstehenden Hohlräume werden mit Kieselsäure aufgefüllt. Nach dem Abkühlen und Abhährten entsteht ein Achat. Die unglaubliche Farbvielfalt entsteht durch die Beimengungen von Eisen, Chrom, Mangan und anderen färbenden Metallsubstanzen. In Deutschland liegen die Fundorte von Achaten in Glashütten oder in Idar-Oberstein. Letztere Fundorte sind jedoch fast aufgebraucht. Auch in Schöngleina in Thüringen wurden Achate gefunden. Weitere Länder in denen Achate gefunden werden, sind Brasilien, Jemen, Mongolei, Sizilien, Australien, Tschechien, Uruguay und USA. Überall wo sich ehemalige vulkanische Gebiete befinden, können Achate gefunden werden. Achate werden in den unterschiedlichsten Farbvarianten gefunden und meist auch nach ihnen benannt. So zum Beispiel der Aprikosenachat, der Moosachat, der Regenbogenachat, der Feuerachat oder der Sternenachat. Achate finden heute sowohl als Heilsteine, als auch in der Gestaltung von Schmuck ihre Verwendung.