Als Beryll oder Goshenit wird der farblose Vertreter aus der Beryll-Gruppe bezeichnet.
Der Beryll ist eine Beryllium-Aluminium-Silizium-Verbindung und hat die Härte
7,5 bis 8. Der Beryll ist meist durchscheinend weiß. Neben dem farblosen
Beryll unterscheidet man zwischen dem rosa Beryll (Morganit), dem goldenen Beryll
(Goldberyll), dem hellgrünen bis gelblichen Beryll (Heliodor), dem grünen
Beryll (Smaragd)und dem blauen Beryll (Aquamarin). Die wichtigsten Fundgebiete
des weißen Berylls liegen in Brasilien, Afghanistan und Madagaskar.
Der weiße Beryll wurde vor allem von den Juden als magischer Stein verehrt, welcher den Glauben zu Gott festigen sollte. Die Griechen versuchten den Beryll eher praktisch zu verwenden. Sie erkannten, dass dieser durch seine Lichtbrechung den Blick um leitete. Sie verwendeten daher für diesen Stein das Wort Beryllos, welches zu unserm heutigen Wort "Brille" führte. Die Griechen gebrauchten diesen Stein auch als treuen Glücksbringer, welcher die innige Liebe in der Ehe aufrechterhalten sollte und seinem Träger zudem hohes Ansehen verschaffte.
Der weiße Beryll gilt auch als sanfter Heilstein. So soll er bei Durchfall, Magen- und Darmentzündungen, sowie bei Hämorrhoiden Erleichterung bringen. Er gilt außerdem als Schutzstein auf allen Reisen. Hier entfaltet er seine beruhigende Wirkung und hilft gegen Heimweh und Reisefieber. Auch eine Steigerung der erotischen Gefühle wird diesem Stein nachgesagt. Damit der Beryll seine Kraft als Heilstein voll entfalten kann, empfiehlt es sich, ihn mit farbigen Beryllen wie zum Beispiel dem Aquamarin oder dem Smaragd zu kombinieren.
Aufgrund seiner großen Seltenheit ist der weiße Beryll nicht allzu häufig im Handel erhältlich. Man bekommt ihn als Roh- oder Trommelstein, als Kristall, Kette und Kugel.