Alles über Schmuck und Edelsteine

Perle

Perle Perlen sind Meeresprodukte. Sie bestehen aus organischen Substanzen und Kalk von Muscheln. Alle Perlen haben einen seidigen Schimmer und werden in vielen Farben gefunden. Aufgrund ihrer Seltenheit, Schönheit und Härte werden Sie aber schon seit Jahrtausenden zu den Edelsteinen gezählt. Ihre Härte beträgt 3 bis 4.

Die perlmuttartige Substanz der Muschel bildet die Perle. Sie wurde um einen Fremdkörper, wie zum Beispiel ein Sandkorn, herum aufgebaut, welches in die offene Muschel hineingeschwemmt wurde. Japaner erkannten, dass die Muschel auch so reagiert, wenn man ihr ein Sandkorn künstlich einlegt. Die Grundlagen für das Züchten von Perlen waren damit gelegt. Natürliche Perlen sind sehr selten und finden sich in den Küstenregionen warmer Meere. Zuchtperlen werden heute vor allem in Japan und China gezüchtet. Mit Süßwasserperlen verhält es sich ähnlich, nur werden diese in Binnengewässern und nicht im Meer gezüchtet.

Zu allen Zeiten schon waren Menschen von Perlen begeistert. Die älteste erhaltene Perlenkette wurde vor über 4000 Jahren von der persischen Königin Achemenid getragen. Diese Kette ist heute im Museum in Kairo zu bewundern. Die Ägypter betrachteten die Perlen als direkte Boten der Götter, und die Christen überlieferten, dass Gott die Erde mit Perlen beschenkte um mit ihrem schillernden Glanz alle Lebewesen zu erfreuen.

Über die Jahrhunderte wurden Perlen immer mehr geschätzt und Alchimisten versuchten hinter das Geheimnis der Perlenentstehung zu kommen. Bis Mitte des 19. Jahrhunderts waren Perlen nur dem Adel und der reichen Gesellschaft vorbehalten. 1921 wurde von dem Japaner Mikimoto auf der Juwelenmesse in Paris die erste gezüchtete Perle präsentiert. Von nun ab waren Perlen auch für den kleinen Geldbeutel erschwinglich.

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